Veranstaltungen
10.05.2011
Bundesligist begeistert beim 44:16-Gaudi-Sieg gegen den TSV
Etwas ganz Besonderes hat sich die Handball-Abteilung des TSV Mainburg anlässlich des 150-jährigen Jubiläum des Hauptvereines einfallen lassen. Mit Hilfe des Großsponsors „Volthaus“ gelang es der Abteilungsleitung mit dem TBV Lemgo einen absoluten Hochkaräter des Handballsports (Deutscher Meister, Pokalsieger und Europacup-Gewinner) nach Mainburg zu holen. Die TSV’ler kommen also quasi aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Konnte erst vor wenigen Wochen der Aufstieg in die Landesliga bejubelt werden, gab es nun für die Akteure noch das „Spiel des Lebens“ als Sahnehäubchen oben drauf.Nationalspieler und Weltmeister zu Gast in Mainburg – das gibt es schließlich nicht alle Tage.
„Der Empfang war sehr schön, sehr freundlich und es macht natürlich auch uns viel Spaß, wenn so eine positive Stimmung herrscht“, so die erste Einschätzung des TBV-Rückraumhühnen Holger Glandorf. Die hochkarätigen Gäste sollten natürlich auch entsprechend begrüßt werden, und so standen vor dem Rathaus die TSV’ler in Tracht zum offiziellen Empfang Spalier. Doch auch bei so einem Anlass sind die Profis dann eben Profis – Freundschaftsspiel hin oder her. Der Begrüßungstrunk blieb dann eben bei den Hauptprotagonisten noch alkoholfrei, gespielt werden musste schließlich auch noch.
Frenetisch bejubelt wurden die Spieler dann auch in der ausverkauften Mittelschulhalle. Werbung für den Handball in Mainburg sollte es werden – ein Vorhaben, das vollends geglückt ist. Wohlwissend, dass der TSV spielerisch chancenlos sein würde in diesem Spiel, Lemgo erwartungsgemäß klar überlegen. Der TSV musste einige Zeit auf das erste eigene Tor gegen die Bundesliga-Mannschaft warten, Franz Fellner war dieses vorbehalten – der Treffer zum 1:4. Allzu viele Mainburger Tore folgten bis zur Pause allerdings nicht mehr, vielmehr wollte Lemgo ein bisschen Spektakel bieten, der TBV zu Halbzeit mit 27:5 vorne.
Florian Kehrmann beurteilte die erste Hälfte so: „Die ersten drei, vier Minuten hat man schon gesehen, dass die Mainburger schon sehr viel Respekt vor uns hatten. Das haben sie dann aber abgelegt, wir haben auch einen Gang zurückgeschaltet, aber im Großen und Ganzen war es das, was die Zuschauer hier sehen wollten: ein schönes Handballspiel, ein paar Kabinettstückchen, Tore für Mainburg. Das war ganz gut so.“
Letztendlich war der TSV Mainburg dann doch auf 16 eigene Tore gekommen und auch Torhüter Marek Slouf konnte sich über Erfolgserlebnisse freuen und vereitelte einige Chancen, nicht zuletzt gegen Weltmeister Holger Glandorf.
TSV-Trainer Ralf Forster brachte es auf den Punkt: „Also ich bin hoch zufrieden! Es war ein herrliches Spiel, man hat genau gesehen, was die Leute drauf haben und sie haben uns in genau dem Rahmen mitspielen lassen, wie ich es erwartet hatte. Sie haben uns die Chancen gelassen, eigene Tore zu machen. Das hat absolut gepasst.“
Mit 44:16 setzte sich der TBV Lemgo schlussendlich durch und Florian Kehrmann zum Schluss dann nicht nur Torschütze sondern auch Torhüter beim TBV. In so einem Spiel kann es ja mal probiert werden.
„Leider Gottes hab ich zwei oder drei Tore bekommen, aber die Mannschaft hat mich da auch wirklich im Stich gelassen“, frotzelte Kehrmann nach der Begegnung. „Ich würde gern viel öfter ins Tor gehen, aber der Trainer lässt mich nicht – bin wohl zu schlecht…“
„Ja, das war ganz witzig“, so ein breit grinsender Ralf Forster, „Sie wollten dem Lichtlein (Nationalkeeper des DHB, Anmerkung der Redaktion) halt auch mal ein Tor gönnen, aber das haben wir auch noch nie geschafft, also warum sollte es ihnen gelingen…“
Für den TSV zählte einfach nur, dieses Handball-Spektakel in Mainburg erlebt haben zu dürfen, mit der sportlich am leichtesten zu verkraftenden Niederlage, die es nur geben kann. Und Spaß hatten definitiv alle Beteiligten!
TBV Lemgo (Tore/davon Siebenmeter): Galia, Lichtlein (beide Tor); Illyes, Smoler (2), Preiß (1), Bechtloff (12), Datukashvili (2), Glandorf (1), Theuerkauf (10/3), Kehrmann (4), Strobel, Schneider (9), Hermann (3). TSV Mainburg: Slouf, Thalmeier (beide Tor); Möser, Englbrecht (2), Wagner (1), Ettenhuber, Dominik Thoma (2), Hadzidulbic (1/1), Klaus, Fellner (2), Harrieder, May (2), Spenger (1), Stephan (1), Daniel Thoma (1), Dyk (2), Ernstberger (1). – Schiedsrichter: Kretschmann/Nemetz (HG Ingolstadt/MTV Ingolstadt).
12.04.2010
Handballer feiern gelungenen Saisonabschluss
Am vergangenen Samstag feierte die Handballabteilung des TSV Mainburg im Biergarten „Zur Mühle“ ihren Saisonabschluss. Abteilungsleiter Paul Sommerer ließ in seiner Ansprache die abgelaufene Punktrunde Revue passieren und rief den gut 200 anwesenden Aktiven mit Familien die Highlights noch einmal ins Gedächtnis.
Er würdigte die erbrachten Leistungen und ließ es sich natürlich nicht nehmen, die Torschützenkönige und Trainingsfleißigsten der einzelnen Mannschaften besonders hervorzuheben. Des weiteren gab er einen kurzen Ausblick auf die neue Saison und die damit verbunden Ziele. Sein besonderer Dank ging an die vielen ehrenamtlichen Betreuer, Schiedsrichter, Helfer und auch Eltern: „Ohne eure tatkräftige Unterstützung könnten wir das gar nicht stemmen. Dafür von mir an euch alle ein herzliches Dankeschön!“ Im Anschluss an seine Rede eröffnete der Handballchef das Buffet und entließ seine Abteilung zum fröhlichen Feiern.
Die geehrten Torschützenkönige und Trainingsfleißigsten der Mainburger Handballer.
17.02.2010
Starkes TSV-Bierfest ein voller Erfolg
Georg „Gix“ Harrieder alias Bruder Bonifazius liest die Leviten
Ein voller Erfolg war am vergangenen Samstag das mittlerweile traditionelle Starkbierfest des TSV Mainburg. Die Handballabteilung durfte als Ausrichter über 350 bestens gelaunte Gäste freuen, darunter natürlich lokale Politprominenz, verdiente Ehrenmitglieder und viele Freunde und Gönner des TSV. Highlight des Abends war die mit Spannung erwartete Schährede von Bruder Bonifazius, dessen Identität bis zum Auftritt geheim gehalten worden war. Der Geschäftsführer der Stadt Mainburg und legendäre „Faß’l-Kasperl“ der Mainburger Schäffler Georg „Gix“ Harrieder begeisterte seine „Gemeinde“ sowohl mit spitzfindigem Humor als auch bitterbösen Rüffeln. Jeder, der Rang und Namen hat, egal ob Lades-, Kommunal- oder Vereinspolitisch, bekam sein Fett ab. Landesvater Horst
Seehofer beispielsweise, ließ sich bei Bruder Bonifazius entschuldigen, weil er „den Abend lieber damit verbringen wolle, die Bildchen im Millionen teuren Quelle-Katalog anzuschauen“. Stellvertretende Bürgermeisterin Hannelore Langwieser wurde auf amüsante Art und Weise an Begebenheiten im Bezirkskrankenhaus Mainkofen erinnert – Zitat: “des hod amoi Irrenhaus g’hoaß’n, heid is des a Bezirkskrankenhaus…” – und TSV-Vorstand Hans Bachner jun. wurde für sein schreckhaftes Verhalten beim Volkstrauertag gerügt. „Mit dem seim Rumgehüpfe, jed’s Mal, wenn ein Böller g’schossen wird, macht der einen würdevollen Gedenktag zur Lachnummer“, schimpfte der entrüstete Gebetsbruder von der Kanzel. Aber natürlich kam auch, neben all den Steuersündern, Geldverbrennern und sonstigen Haderlumpen, Handballchef Sommerer nicht Ohne weg. „Die Hos’n war’s, vom
nagelneia Sponsoring-Trainingsanzug, in dem der Sommerer Paul ausg’schaut hat, wia a Stang Pressack. De is aus alle Nähte platzt, ois er’s ’s allererste Moi og’habt und sich in’s Auto g‘wuchtet hat. Mei, der Paul hat hoid g‘moant, er hätt immer no knabenhafte Größe „M“ und sei Handballtalent waar „XXL“. Denkste, umkehrt is’s!
Da sag i bloß, mit den Worten des Paul: Servus, chiao, pfüate, mach‘ guat! – Merk’s dia guat und schreib’s dia auf, steht ein „M“ auf einem Trainingsanzug drauf, und du zwängst dich mit dein’m XXXL-Body rein – geht der aus’m Leim. Ned umasunst steht in der Bibel: „Paulus, Paulus, gürte dich breit und mache die Quasten an deinen Gewändern lang.“
Aber auch die “Spengersche Schaumschlägerei” und “Hundewurst-Krise” wurden gekonnt rezitiert.
„Nicht vom Brot alleine lebt der Mensch“, schreibt der Evangelist Matthäus im Kapitel 3 Vers 4.
Ins Boarische übersetzt hoaßt des bei de Spengers: „Wenn d’Wurscht so dick wia’s Brot is, is’s wurscht wia dick as Brot is.“
Ja und d‘Mama Edith schaut hoid fürsorglich d’rauf, dass immer was zum Futtern dahoam is für ihre drei Männer, also, für’n Papa Roland, Bubi Tobias und für‘s Hunderl Lui.
Könnt ja moi oana überraschend recht spät hoamkemma und no Kohldampf schiabn, so wia der Tobi seinerzeit, weit nach Mitternacht und guat eing’schöpft – a gscheite Brotzeit bindet ja bekanntlich den Alkohol, bevor er direkt ins Bluat geht – da hat er sich übern Kühlschrank herg’macht.
Mei, mei, mei, ja schaug no grad hi, eine Salami, ja so eine Wurscht, so appetittlich, wia na de olacht. I sag Eich was, dem Tobi is‘s Wasser im Mund zammaglaafa. Er hat de Salami mit einem Heißhunger weg‘putzt, direkt unanständig, bis auf den letzten Zipfel. Sowas von gierig, wia der de Wurst z’sammg’fress’n hat. Da hätt’s d’Edith am andern Tag in aller Herrgottsfrüha hör’n soll’n, wia’s d’Wurst nimma g’fund’n hat, – de Wurst für’s Hunderl Lui.
Ja, ja, de Spengers. Wennt’s mi fragt’s, rechte Schaumschläger san’s, de Spengers.
Net bloß de zwoa Männer, sie scho aa, de Edith. Im Urlaub am Gardasee, wo’s eh so warm is, bildet sie sich ein Wellnessbad im Zimmer-Whirlpool ein. Waar aa koa Problem g’wesen, wenn net der Badezusatz g’wen waar. Den hat’s a so durche-„gewhirlt“, dass er aufganga is wia a Schlagrahm. Z’erst hast d’Edith plötzlich nimma g’sehn vor lauter Schaum, dann ist der Whirlpool in de weißen Flocken verschwunden und schließlich hast nimmer g’wußt, bist in ein‘m Badezimmer oder in der Trommel von ana Waschmaschin‘, alles voller Schaum. Klar, dass der Roland stock sauer war, wia er de Soß hat zammawisch’n müaßn.
Mei, auf’m Maßkruag laßt sich der Schaum hoid leichter wegschlecka, als wia mim Putzhadern im Badezimmer.”
Damit hat Bruder Bonifazius nicht nur die Handballer auf’s Beste amüsiert. Auch die Tischtennis-Abteilung, konkret Abteilungsleiter Sigi Senger, wurde darauf hingewiesen, dass man nicht immer alles glauben darf, was ein Computer so ausspuckt. “Was der Sigi aber mit sein’m Laptop absolut spitzenmäßig ko, is des blitzschnelle Ausrechnen vom jeweils topaktuellen Tabellenstand. „Dritter san mia word’n unter 12 Mannschaften“, hat der Sigi auf der Saisonabschlussfeier verkündet. „Mei‘ Laptop hat’s grad ausg’rechnet.“ Der Sigi ist stolzen Blickes über sovui EDV-Kunst. De Mitglieder der Tischtennisabteilung hingeg’n schaug’n recht blöd, weils ja eigentlich alle Spiele verloren haben. Aber mei, wenn der Sigi mit sein‘m Laptop ganz aktuell ausrechnet, dass‘s Tabellendritter san, dann san’s aa Dritter, basta! – Vielleicht kann der Laptop bloß bis drei zähl‘n.”
Dies und noch viel mehr gab Bruder Benedikt einen knappe Stunde lang zum Besten, bevor er sein Publikum zum „Fasten und Nachdenken“ entließ. Und die „Gemeinde“ tat, wie ihr geheißen. Ausgelassen feierten die Mainburger beim süffigen Ziegler Herminator und deftigen Brotzeiten bis weit nach Mitternacht.































